Neuer Pfarrer startet in Pfungstadt
Pressemitteilung 4/2026

Seinen eigenen Zugang zur Kirche fand Houba über die Jugendarbeit im ländlichen Ostwestfalen. „Hier habe ich als Jugendlicher eine Gemeinschaft erlebt, in der sich etwas Größeres entfaltete als die Summe der Einzelnen“, erzählt er. Aus dieser Erfahrung heraus wuchs der Wunsch, Theologie zu studieren. Sein Weg führte ihn über Madrid, Göttingen, Marburg, Oberursel und Berlin nun nach Pfungstadt.
In Pfungstadt, Hahn und Eschollbrücken möchte Houba Kirche als gemeinsames Projekt vor Ort verstehen. Nicht fertige Konzepte, sondern gemeinsames Fragen stehen für ihn im Mittelpunkt: Wie trägt Glaube im Alltag? Wo sind Gottes Spuren im eigenen Leben zu entdecken? Und wie kann kirchliches Leben zum Wohle der Menschen gestaltet werden?
Glaube bedeute für ihn nicht, Schwierigkeiten auszublenden, sondern ihnen ehrlich zu begegnen – und dabei nicht allein zu bleiben. „Insbesondere in Zeiten großer Veränderungen bin ich überzeugt, dass das Vertrauen auf Gottes Liebe die Kraft freisetzt, neue Perspektiven einzunehmen: Indem ich den Blick auf Gott und damit auf etwas über unsere Welt Hinausgehendes richte, kann ich andere Antworten auf die Fragen unserer Zeit geben,“ so Houba. „Zum Beispiel: Ich muss nicht sagen: Ich bin ungenügend, weil ich dies und jenes nicht kann oder habe. Stattdessen kann ich mich durch Gottes Augen als geliebten Menschen betrachten. Das gilt auch dann, wenn ich die Liebe in der Welt vermisse. Ich muss die Kriege, die Umweltzerstörung, steigende Armut bei gleichzeitigem Steigen des Reichtums Einzelner und die persönlichen Schicksalsschläge nicht erst normal finden und dann ignorieren, sondern kann Gott mein Leid klagen und Trost erfahren und gemeinsam mit anderen was dagegen tun.“
Auch die Veränderungen innerhalb der Kirche spricht der neue Pfarrer offen an. Sinkende Mitgliederzahlen und der anstehende Spar- und Reformprozess seien herausfordernd, sagt Houba, müssten aber nicht einseitig als Verlustgeschichte verstanden werden. „Es ist wichtig, zu betrauern, was geht. Gleichzeitig möchte ich darauf schauen, welche Potenziale entstehen, wenn Menschen aus der Nachbarschaft zusammenkommen und neu fragen: Wie wollen wir unseren Glauben in Gemeinschaft leben und Kirche für die heutige Zeit gestalten?“
Die Kirchenvorstände in Pfungstadt, Hahn und Eschollbrücken freuen sich sehr, dass das Pfungstädter Pfarrteam nach fast einjähriger Vakanz nun wieder komplett ist.
Pfarrteam in Pfungstadt wieder komplett
Pressemitteilung 3/2026
Seit dem 1. Januar komplettiert Pfarrer Thomas Houba das Pfungstädter Pfarrteam. Gemeinsam mit Pfarrerin Gudrun Olschewski und Pfarrer Michael Dietrich wird Thomas Houba hier seelsorgerlich wirken.
Am 25. Januar findet die Ordination von Pfarrer Thomas Houba durch Propst Stephan Arras statt. Nähere Informationen finden Sie hier: Ordination und weitere Termine.
Jahreslosung 2026
Pressemitteilung 2/2026

Verlag am Birnbach - Motiv von Stefanie Bahlinger, Mössingen
Neujahrskonzert "Vater und Sohn"
Pressemitteilung 01/2026
Zum zweiten Mal lädt die Evangelische Kirchengemeinde Pfungstadt zu einem Neujahrskonzert in die Evangelische Martinskirche ein. Am 1. Januar 2026 wird Kantor Christian Lorenz um 17 Uhr ein Neujahrskonzert gestalten, dass unter dem Motto „Vater und Sohn“ steht.
Dass Künstlerfamilien über mehrere Generationen hinweg begabte Sprösslinge hervorbringen, ist nichts Außergewöhnliches. Dass allerdings in direkter Erbfolge geniale Künstler gleicher Begabungen das Licht der Welt erblicken, ist schon eher selten. Kantor Lorenz hat einige prominente Beispiel ausgewählt.
Johann Sebastian Bach hatte gleich vier Söhne, die als Komponisten hochbegabt waren. Dem Werk des Vaters werden in diesem Konzert Kompositionen des ältesten Sohnes, Wilhelm Friedemann, gegenübergestellt.
Die beiden Scarlattis, Alessandro und Domenico, waren u ihrer jeweiligen beide hochgeachtete Komponisten. Domenico, gleichaltrig mit Vater Bach, zählt auch heute noch zu den genialsten Komponisten für Tasteninstrumente. Vater Alessandros Werk fristet (zumindest diesseits der Alpen) ein völlig zu Unrecht eher unbeachtetes Dasein. Die Wesleys schenkten der Welt, ähnlich wie die Bachs in Deutschland oder die Couperins in Frankreich) eine große Zahl an bedeutenden komponierenden Familienmitgliedern. Samuel Wesley revolutionierte die Technik der englischen Orgelkompositionen entscheidend, während sein Sohn Samuel Sebastian sich vorwiegend im Bereich der geistlichen Chorkompositionen auszeichnete. Die Orgelwerke S.S. Wesleys sind schon der Romantik zuzuordnen. Leopold Mozart wird zu Unrecht v.a. als karrieresüchtiger Vater dargestellt. Hat er doch alles dafür getan, seinem Sohn Wolfgang Amadeus alle künstlerischen Möglichkeiten zu öffnen. Leopold selber war ein (heutzutage leider unterschätzter) talentierter Komponist, dessen Geigenschule zu seiner Zeit Maßstäbe gesetzt hat. Christian Lorenz kombiniert verschiedene Kompositionen von Vater und Sohn Mozart zu einer „neuen“ Sonate der beiden. dabei verwendet er auch eines der am frühesten überlieferten Stücke Wolfgang Amadeus‘, das ganz eindeutig auch die kompositorische Handschrift Leopolds trägt. Das Konzert endet mit Werken von Vater und Sohn Strauß: ein Walzer des Sohns, ein Marsch des Vaters.
Das Konzert wird ca. 60 min. dauern. Der Eintritt ist frei.
Vorverkauf 2Flügel Konzert
Pressemitteilung 1/2026
Am 21. Februar 2026 gastiert um 19 Uhr das Duo „2Flügel““ in der Pfungstädter Martinskirche. „2Flügel“ das sind Christina Brudereck, Theologin und Schriftstellerin und Ben Seipel, Dozent an der Musikhochschule Köln und Pianist. Sie liebt es Geschichten zu erzählen. Er liebt Musik. Und ein Instrument, den Flügel.
Ihr Programm in Pfungstadt heißt „Goldzwanziger“. Sie schreiben dazu: „Die 20er Jahre dieses Jahrhundert haben begonnen. Und 2Flügel fragt, wie diese Zeit golden werden kann. Was ihr den Glanz verleiht. Was unvergänglich ist und kostbar. 2 Flügel musiziert, singt und erzählt von politischen Parallelen., Erfindungen; Wandel, Comedian Harmonists, Marlene Dietrich und Babylon Berlin. Das Duo bringt die Stimmung der 20er Jahre auf die Bühne – mit Augenzwinkern, Gänsehaut und Schwung für unserer Zeit.“
Karten zum Preis von 20 Euro gibt es ab 1. Advent im Vorverkauf beim Rosenlädchen, Eberstädter Straße 68, bei Spielwaren Mark, Eberstädter Straße 15, und während des Weihnachtsmarktes um den 3. Advent in der Martinskirche, Kirchstraße 33 (Samstag/Sonntag jeweils 15 bis 19 Uhr).
Außerdem können Eintrittskarten über Online Buchung hier auf der Webseite erworben werden. Nach Zahlungseingang werden die Karten an der Abendkasse personalisiert hinterlegt oder können nach Vereinbarung bei Kantor Lorenz abgeholt werden. Unbezahlte Karten werden nicht an der Abendkasse hinterlegt. Das Konzert dauert rund zwei Stunden, Pause inbegriffen.
Karten an der Abendkasse kosten 25 Euro.