Besondere Veranstaltungen / Termine / Informationen
Pfungstädter Pfarrehepaar geht in den Ruhestand
Gudrun Olschewski und Michael Dietrich werden am 13. September im Kerbgottesdienst verabschiedet

Fast ein Vierteljahrhundert haben Pfarrerin Gudrun Olschewski (64) und Pfarrer Michael Dietrich (65) die Evangelische Kirchengemeinde Pfungstadt geprägt. Am Sonntag, 13. September, werden sie im Kerbgottesdienst um 10.30 Uhr in der Martinskirche, Kirchstraße 33, durch Dekan Dr. Raimund Wirth entpflichtet und in den Ruhestand verabschiedet.
„Etwas wehmütig sind wir schon“, sagen die beiden. Schließlich ist Pfungstadt ihre längste gemeinsame berufliche Station. Kennengelernt hatten sich Olschewski und Dietrich bereits im Vikariatskurs, beide wurden 1990 ordiniert. Gudrun Olschewski war danach Pfarrerin in Langen und Dudenhofen, Referentin der Pröpstin in Frankfurt sowie mit ihrer Qualifikation als Kommunikationswirtin in der Kirchenverwaltung tätig. Michael Dietrich war zuvor 12 Jahre Pfarrer in Dreieich-Offenthal. Der Wunsch, gemeinsam in einer Kirchengemeinde tätig zu sein, führte das Ehepaar nach Pfungstadt, wo beide volle Pfarrstellen bekamen.
„Wir stehen für Volkskirche“, beschreiben sie ihr gemeinsames Verständnis. Kirche sollte offen sein für alle Generationen und Kulturen, niedrigschwellige Angebote machen und Menschen auch außerhalb der Kerngemeinde erreichen. Deshalb war es ihnen wichtig, die Martinskirche, als offenen Ort mitten in der Stadt zu etablieren. Die Kirche, neben der sie im Pfarrhaus gern wohnten, haben sie daher auch stärker in die Pfungstädter Kerb einbezogen, mit Kirchenkaffee, Musik, Turmführungen und besonderen Aktionen. Die Kirche beim Hessentag 2023 als „Glückskirche“ mitgestalten zu dürfen oder die „Prinzen“ 2014 und 2017 hierher zu holen, bleibt ihnen in bester Erinnerung, genauso wie die Tauffeste an der Büchnervilla, ökumenische Gottesdienste wie beim Phungo-Festival oder auch die Zusammenarbeit mit dem Synagogenverein zum 9. November.
„Wir wollen Menschen mit Kirche in Berührung bringen und sie manchmal auch überraschen“, sagt Olschewski. Gerade besondere Veranstaltungen könnten dazu beitragen, Bilder zu verändern, die Menschen von Kirche im Kopf haben. Für sie gehört dazu auch die Arbeit über den eigenen Kirchturm hinaus: Rund 20 Jahre lang war sie mit kurzen Verkündigungsformaten wie „Zuspruch“ und „Übrigens“ auf hr4 zu hören. Kirche müsse dort präsent sein, wo Menschen leben – und ihnen Trost, Orientierung und einen Gedankenanstoß für den Alltag geben.
Olschewski war fast 20 Jahre geschäftsführende Pfarrerin der Kirchengemeinde. Zu ihren Aufgaben gehörten Personalverantwortung für zeitweise rund 75 hauptamtlich Mitarbeitende, Finanzen, Öffentlichkeitsarbeit mit Gestaltung des Gemeindebriefs, Fundraising und Veranstaltungsmanagement. Dietrich war neben Seelsorge und Kasualien vor allem für die Gebäude verantwortlich. Zahlreiche große Sanierungsmaßnahmen an der Martinskirche hat er während seiner Amtszeit mit dem Kirchenvorstand betreut – von Innenrenovierung und Orgelrestaurierung über Turmsanierung bis zur Dachsanierung. „Alles ist finanziert und bezahlt“, kann er mit Stolz sagen. Michael Dietrich war auch Mitglied der Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau.
Beide verstehen sich eher als „Arbeiter im Hintergrund“. „Wir machen einfach und reden nicht ständig darüber“, sagen sie augenzwinkernd. Nun freuen sie sich auf ihren Ruhestand. „Ich muss nichts mehr müssen“, sagt Dietrich. Keine Termine, keine Fremdbestimmung – stattdessen nun Zeit für andere Dinge, die Freude machen. Ein Umzug in den Westerwald steht an, wo sie zurzeit ein Haus sanieren. Dann ist auch wieder mehr Zeit für Fahrrad fahren, Reisen, Tanzen und weitere persönliche Interessen.
Was sie der Kirchengemeinde Pfungstadt für die Zukunft wünschen? Vor allem, dass sie offen bleibt: offen für Menschen, die kommen und gehen, für unterschiedliche Lebensentwürfe und für die Freiheit des Evangeliums. Ihr gemeinsamer Wunsch ist eine Kirche, in der Menschen etwas finden, das sie durch gute und schwere Zeiten trägt.
Pfungstädter Kerb 2026

Freitag
- Kerbumzug (ab 17:30 Uhr)
Samstag
- Kerbcafé (14 - 17 Uhr)
- Turmführungen (14:30 Uhr, 15:30 Uhr, 16:30 Uhr)
Sonntag
- Kerbgottesdienst (10:30 Uhr)
- Kerbcafé (14 - 17 Uhr)
- Kerbkonzert (17 Uhr)
Alle Aktionen finden rund um die Martinskirche, Kirchstraße 33, in 64319 Pfungstadt statt.
Wer für Samstag oder Sonntag beim Kerbcafé unterstützen, oder für Sonntag einen Kuchen spenden möchte, kann sich gerne an "kerb (at) kirche-pfungstadt.de" wenden.
Tagesaktuelle Neuigkeiten und Ankündigungen
finden Sie jeweils unter den Pressemitteilungen.
Weiterhin könnte für Sie interessant sein:
- Der Gottesdienstplan
- Die aktuellen Ausgabe der Kirchenzeitung
- Das Programm der Kirchenmusik
- Das Familienzentrum
- Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche auf der Homepage der Evangelischen Jugend unserer Kirchengemeinde
Spenden
Wie überall fließen auch in der Kirche die Gelder nicht mehr so üppig wie vor einigen Jahren. Aber die gemeindlichen Aufgaben werden deshalb nicht weniger, vor allem im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit und der Diakonie. Auch die Gebäude wollen erhalten sein beziehungsweise zukunftssicher gemacht werden. Aktuell steht eine Kirchdachsanierung an.
Ihre Spende ist herzlich willkommen!
Spendenkonto: Sparkasse Darmstadt, IBAN: DE63 5085 0150 0029 0064 74, BIC: HELADEF1DAS
Selbstverständlich erhalten sie über Ihre Spende eine steuerwirksame „Zuwendungsbestätigung“.